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27. April 2014

Korsika wrap up

Wenn Europa an Ostern noch meist fest in den Fängen des Winters ist, bietet Korsika, die Île de Beauté, die Möglichkeit die Saison auch ohne Frostbeulen und gefrorenes Material zu starten. Auch wenn dieses Jahr der Frühling nicht allzu lang auf sich hat warten lassen, nutzen wieder einmal tausende Bootfahrer die Möglichkeit ,bei vielversprechenden Schneemengen in den Bergen Korsikas, ihre Boote zu wässern. So war auch Ich mit dem SPVG Boich/Thum dieses Jahr nach 3 Jahren endlich mal wieder auf der Insel! Auf der Hinfahrt zu Fähre konnten wir in Monaco dann auch gleich noch mit Formel1-Feeling in den Urlaub starten
Rennfeeling auf der Formel1 Strecke in Monacco

Einmal auf der Insel angekommen, ist der wohl bekannteste Anlaufpunkt für alle Paddler der Campingplatz Ernella, am wasserreichsten Fluss Korsikas, dem Tavingano gelegen, auch wir schlugen hier unser erstes Lager auf. Ernella ist optimal um die ganzen Bäche im Norden/Nord-Osten der Insel die Bäche wie Golo,Fium Orbo, Travo,Vecchio, Tavingano und viele weitere abzuhaken. Nach der Aufwärmrunde auf dem Tavingano war auch schon wieder Freitag- Travo Day!! Um die Fische im Travo zu schützen ist eine Befahrung nämlich nur Montags und Freitags erlaubt und wird auch tatsächlich überwacht. Umso größer ist dann aber auch der Andrang auf dem Bach, Schlange stehen zum Besichtigen oder Umtragen ist dann auch auf einmal normal.
Der Dom// Travo//Photo: Paul Meylahn

Bitte hinten anstellen!//Travo//Photo: Paul Meylahn

 Nach schönen Stunden auf dem Travo, üblichem Fußball"spiel" auf dem Camp und einer erholsamen Nacht wurde am nächsten Tag der mittlere Golo mit der ganzen Mannschaft angefahren. Wildwasser III war zwar schön, aber dafür ist man nun mal nicht in Korsika und so waren wir froh als es Nachmittags noch weiter zum Asco ging, welcher auf der anderen Flanke des Gebirges abläuft. Dort angekommen war die Enttäuschung groß als klar wurde, dass dem Asco ein paar Kubik fehlen um ihn zu den tollen Bach zu machen wie man ihn kennt.
Und, passts? //Asco//Photo: Matthias Richter

Aber gut- so ist das eben üblich auf der Insel der Schönheit! Eine Partie Fuppes, ein Bierchen und gutes Essen ermöglichten uns aber über den zu niedrigen Wasserstand im Asco hinwegzukommen und Pläne für die kommenden Tage zu schmieden. So ging es 2x auf den Fium Orbo, den bekannten und oft befahrenen Unterlauf Defile de Strette aber auch auf den Oberlauf und auf die sehr selten befahrene Wasserfallschlucht nach dem prägendem Wasserfall, der "Rakete"
Dippin auf dem Fium Orbo// Fium Orbo// Photo: Paul Meylahn
                                               
die steckgefährliche Stufe// Fium Orbo//Photo: Paul Meylahn
                                   

Am darauf folgendem Tag waren wir jedoch heiß auf mehr- so stand der obere Vecchio auf dem Plan. Die Flussbeschreibung klang spannend, aber es war klar das es harte Arbeit wird durch die Schlucht des oberen Vecchios zu paddeln- von unzähligen Umtragen, Siphonen und extrem unfairem Wildwasser war die Rede im Flussführer. Dennoch wollten wir es wagen, keiner kannte den Abschnitt und jeder verspürte den Drang nach einer Mission abseits den so unglaublich stark frequentierten Standardstücken der Bäche Korsikas. Und wir wurden überrascht! Sehr viele Stellen stellten sich als super schönes Grundgesteins Wildwsser heraus, auch wenn es insgesamt 7-8 Umtragen und ein paar harte Landungen in den Steinen gab. Nach getaner Arbeit wurde es Zeit in den Westen weiter zu ziehen- auch wenn die Pegel dort unten nicht allzuviel Hoffnung gaben. An unserem 2. Camping direkt am Meer angekommen ging es mehr oder weniger freudig auf den Taravo, dieser Fluss gilt als vermüllt und nicht besonders lohnenswert aber immernoch als Plan B wenn sonst kein Wasser führt.
Camp an der Westküste
 Dort angekommen wurden wir wieder einmal überrascht. Der Taravo bot super Wildwasser, war meist fair und kann mit sehr vielen unterschiedlichen Abschnitten in verschiedenen Schwierigkeitsgraden aufwarten. So kam es dazu, dass wir hier 3 Tage verbrachten um jeden Abschnitt abhaken zu können.
Taravo kann so einiges!//Gorge Rouge//Photo: Paul Meylahn
 Nach den Taravo Tagen war dann aber das Wetter auf unserer Seite und der Codi war in! Der Codi ist der steilste Bach Korsikas und besteht praktisch nur aus Stufen&Rutschen. Früher war es sogar möglich den Codi bis in den Rizzanese hinein zu paddeln und dort noch einen super Abschnitt mitzunehmen. Unsere Tour endete leider in dem neu gebautem Staudamm der eine weitere Wildwasserperle viele Meter unter Wasser begraben hat.
Stomper SPEEEEDDD//Codi//Photo: Paul Meylahn
stompin' // Codi//Photo: Matthias Richter
Koll gibt Gas//Codi//Photo: Paul Meylahn

 So gingen unsere 10 Tage Korsika doch Recht schnell rum und auf dem Rückweg war jeder der Meinung, dass man hätte diese Tour auch verlängern können. Nun heißt es aber erstmal auf ins Tessin, hier wird noch so einiges gehen!!

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