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9. April 2014

Bericht Wiesenwehrrodeo / deutsche Meisterschaft / EM Quali

+++Dieser Artikel wurde bei http://www.thomashinkelstein.com/ geklaut und etwas modifiziert+++

Dieses Jahr wird die Deutsche Kanu Freestyle Meisterschaft erstmalig über drei Wettkämpfe ausgefahren. Der erste DM Lauf und gleichzeitig auch die Qualifikation für die Europameisterschaft fand vergangenes Wochenende auf der Erft, bei Neuss statt. Der niedrige Erft Pegel verursachte Teilnehmer und Veranstalter in den letzten Wochen Kopfzerbrechen. Ist ein fairer und sicherer Wettkampf für die Teilnehmer überhaupt möglich?
Vor einer Woche dann die Entwarnung durch Hauptorganisator Max Münchow: „Der Wasserstand wird ausreichend sein.“
foto by Franziska Prien

Bei den männlichen Nachwuchspaddlern, den K1 Junioren bestätigte unser geliebter Chinse, Raphael Scheu seine Leistungen von der letztjährigen WM Teilnahme (USA, Platz 7). Er fuhr die Konkurrenz in Grund und Boden und schaffte ganz nebenbei den viertbesten Einzellauf im gesamten Wettkampf, Klassen übergreifend. Ebenfalls für die EM qualifizieren konnte sich Fabian Lenz (KC Limburg), mit einem dritten Platz. Den zweiten Platz sicherte sich der Belgier Jim Rovekamp. Den letzten Platz im Team hat sich Michels kleiner (noch nicht bärtiger) Bruder Thorben Hasselwander gesichert. 
 
 
Die weiblichen Junioren taten sich mit dem niedrigen und teils auch schwankendem Wasserstand besonders schwer. Zur tragischen Figur wurde Julie Mammitzsch (EP KV Brandenburg). In den Vorläufen loopte sich die ambitionierte Freestylerin mit deutlichem Vorsprung ins Finale, der Sieg sollte zur Formsache werden. Doch konnte sie nicht an ihre Leistungen anknüpfen und musste sich mit Platz vier begnügen. Den Sieg beim ersten DM Lauf erkämpfte sich Emma Schuck (SKC Saarbrücken), vor Vera Niess (RSV Braunschweig) und Marina Schütz (SPVG Boich/Thum).

foto by Franziska Prien Eine gute Ausgangsposition für die noch folgenden Deutschen Meisterschaftsrennen an der Oker und in München, sicherte sich im C1 Sören Kohnert (KC Wiedenbrück/Rheda). Er verwies Thomas Hinkel (TV Passau) und den Vizeweltmeister von 2011, Philipp Hitzigrath auf die Plätze zwei und drei.
 
 
Ungewöhnlich hochkarätig und spannend wurde die Klasse der Squirt Herren. Mit Ihren sehr flachen und 2,30 m langen Kajaks wheelten sie neben und in der Walze um Punkte. Highlight ist jedes mal der schwierige Mysterymove, bei dem das Boot für mindestens zwei Sekunden komplett abtauchen muss. Am besten gelang dies Helmut Wolff vom KSC Villingen. Platz zwei geht an vorjahres WM Teilnehmer Jörn Hüsch (KWC Grefrath). Dritter wurde Jochen Eickhoff (PK Hamm).
foto by Franziska Prien
foto by Franziska Prien
Anne Hübner (KC Bietigheim), mehrfache Deutsche Meisterin und WM vierte, ging als klare Favoritin bei den K1 Damen an den Start. Dieser Rolle wurde sie mehr als gerecht. Mit guten Läufen sicherte sich die Ausnahmesportlerin den ersten Platz, vor Sandra Sebelin (TV Passau) und Andrea Kaspers (SPVG Boich/Thum).
 
In der traditionell stärksten Klasse, den Kajak einer der Herren wurde es spannend wie seit Jahren nicht mehr. Aufstrebende Talente aus dem Jugendbereich, die heuer ihre ersten Wettkämpfe bei den Senioren fahren, bewiesen Können und Klasse. So konnte der noch amtierende Deutsche Juniorenmeister Yannick Münchow (WSC Dormagen) die Konkurrenz in Schacht halten und gewann das Wiesenwehr Rodeo 2014. Auf Platz zwei landete der Deutsche Meister von 2013, Paul Meylahn (SPVG Boich/Thum). Bronze ging an Christoph Kleemann vom KCG Niederkrüchten. 
Am 23. August macht der Freeystyle-Zirkus zum zweiten Lauf der Deutschen Meisterschaft an der Oker Halt, bevor es am 21. September in München zum großen finalen Entscheid kommt.

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