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28. November 2012

Carbon/ PE

Mittlerweile sieht man ja immer mehr Carbon-Karren rumdüsen...Christoph hat hier einmal die Pro und Contra Seiten unserer Meinung nach sehr treffend beschrieben.
Link zum Original-Artikel : http://www.team-freak-kajaks.de/testberichte/item/70-carbon-und-pe-im-vergleich


Ich möchte euch mit diesem Bericht eine Entscheidungshilfe geben, Carbon-, oder Kunststoff Freestyle Boot.
Eins kann ich euch jetzt schon im voraus sagen, Composite Boote sind nicht umsonst teurer.
In den letzten zwei Wochen hatte ich jetzt die Möglichkeit, meinen neuen Carbon-Freestyler mal ausgiebig zu testen.
Der Test basiert auf einem Jackson Rockstar aus Pe (14kg 2012er Kunststoff) und einem Agility Spin aus Carbon (9,5kg).
Ich weiß, dass diese Boote nicht identisch sind, aber sie ähneln sich doch sehr.
Als erstes fällt auf, dass bei den meisten Carbonbooten erstmal einige Zeit zu investieren ist, um das Boot ordentlich auf sich einzustellen.
Dabei müssen viele kleine Parameter und eigene Vorlieben beachtet werden. Auch einige Vorkenntnisse sollten Voraussetzung oder eine gute Beratung vorhanden sein.
Bei Kunststoffbooten ist das um ein vielfaches einfacher und auch variabler, durch Schrauben, Schiebeelemente und sonstige gut überlegte Einbauten die vom Hersteller mit geliefert werden.


Allerdings lässt man sich bei dem Kauf eines Kunststoffbootes immer auf einen Kompromiss ein, d.h. die Boote sind in gewisse Gewichtsklassen (S, M, L) eingeteilt. Wenn man sich an der Ober- oder Untergrenze der einzelnen Klasse befindet, leidet die Performance, Huge gehen mit viel Kraft oder flache Tricks bei geringer körperlicher Anstrengung.



Das Compositeboot wird genau auf den Fahrer eingestellt, d.h. immer die passende Größe und perfekte Performance, bei nicht zu hohem Krafteinsatz wird ein ausdauerndes freestylen in der Walze und auf der Welle möglich gemacht.
Dann kommen wir jetzt mal zu dem Wesentlichen, den Fahreigenschaften.
Carbonboote verlangen einen schnellen und reaktionsstarken Fahrer. In den ersten Sessions denkt man, das Boot sei viel schneller als man selbst, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran. Man kann sich diese Eigenschaft auch schnell zu nutzen machen, denn durch die schnellere Ausführung der Tricks bleibt man auch näher am herabfallenden Wasser und wird
nicht so schnell aus der Walze gespült, auch wenn es mal nicht der exakt ausgeführte Mc Nasty war.
Außerdem bemerkt man durch die viel steifere Hülle ein besseres und gleichmäßigeres Verhalten des Bootes. Es entsteht kein Volumenverlust oder eine Verformung des Materials durch Wasserdruck, welche die Eigenschaften des Bootes immer schwanken lässt, wie es bei Kunststoffbooten der Fall ist.
Außerdem kann man noch sein eigenes Design gestalten und man ist nicht auf die paar unterschiedlichen Farben, die PE-Boote bieten, angewiesen.
Natürlich gibt es nicht nur Vorteile. CarbonBoote sollten mit viel Sorgfalt behandelt werden. Vom Rand rein rutschen ist nicht mehr angesagt. Es sei auch davon abgeraten, die Boote mit Ratschengurten auf dem Dach anzuziehen. Der Transport auf dem Dach mit geeigneten Gurten ist aber kein Problem (auch rückenschonender ;-) ). Man sollte aber nur dann fahren, wenn man weiß, der Spot ist ausreichend tief. Allerdings, wenn man mal einen Stein berührt, kann man das auch mit ein wenig handwerklichem Geschick wieder flicken.
Ich dachte auch, okay ja 4,5 kg leichter als ein PE-Boot, wo liegt da jetzt der RIESEN Vorteil? Aber stellt euch vor, ihr fahrt mit 4,5l Wasser im Freestyle Boot herum, dass merkt man. Das Boot wird träger, die Tricks werden anstrengender.
Was auffällt, ist, dass ich die Tricks, die ich vorher schon gut beherrscht habe, jetzt kontinuierlicher, gut und Huge stehe und andere Moves, die vorher nicht so oft funktionierten, jetzt öfters funktionieren.
Als Schlusswort kann ich nur eins sagen. Hier in unserer Umgebung, sollte man sich ein Carbon Freestyle Boot nur als Zusatz zu seinem vorhanden PE Spielboot kaufen.
Es macht aber bei passendem Pegel einen RIESEN Spaß!!!!
Wie man dem Video entnehmen kann ;-)

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